© Martin Möll Holz – Feuer – Erde – Metall – Wasser Der klingende Zauber der Elemente Die Geschichte der Xala, eines Instruments, das der Klangerzeugung und als Tanzfläche zugleich dient, nahm ihren Anfang im Bestreben, Musik und Bewegung auf ganzkörperliche Weise zu verschmelzen. Nach Jahren des Experimentierens und Forschens entstand Ende der 1990er Jahre die erste Version des Bodenxylofons, dessen weltweit einzige Spielerin Ania Losinger bis heute ist. Das Instrument besteht aus aufeinander abgestimmten Klangstäben und -pletien, über die Losinger tanzt und die sie mit zwei senkrecht gehaltenen Stöcken anschlägt. Daraus entsteht eine Choreographie aus sich wiederholenden Schrittmustern und fliessenden Gesten – ein Solobal/ett, das sich seine klingende Basis im Moment selbst erschafft. The Five Elements, 2005 entwickelt, lädt ein in die Tonlandschaften der Xala und einer fünfoktavigen Marimba, in eine Welt repetitiver Rhythmen und kunstvoller Reduktion. Thematisch verbunden sind die fünf Abschnitte der Performance durch ihren gemeinsamen philosophischen Hintergrund: Der chinesischen Medizin entstammt die Lehre der fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser, die der Tradition gemäss auch als Wandlungsprozesse zu verstehen sind. Jeder solchen Phase ordnet die chinesische Zahlensymbolik eine bestimmte Ziffer zu – die metrische Grundlage der Five Elements.
